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Symbolische Inbetriebnahme der ökologischen Wärmeversorgung in Bergkamen

Technik mit vielen Vorteilen für die Region

Seit dem 1. Januar 2016 wird das Fernwärmenetz in Bergkamen mit regenerativer Wärme aus dem Biomasse-Heizkraftwerk der RWE Energiedienstleistungen (RWE ED) gespeist. Der gemeinsame Weg zur nachhaltigen Wärmeversorgung durch die GSW Gemeinschaftsstadtwerke GmbH Kamen, Bönen, Bergkamen (GSW) und RWE ED wird nun mit einer symbolischen Inbetriebnahme im Beisein von Bergkamens Bürgermeister Roland Schäfer gefeiert.

Bereits bei der Planung des Kraftwerks vor über zehn Jahren berücksichtigten die Fachleute neben der CO2-neutralen Stromproduktion eine zukünftige Wärmeauskoppelung bis zu 20MW thermisch. RWE ED Geschäftsführer Jörn-Erik Mantz verdeutlicht, dass zwei wichtige Aspekte der Energiewende durch die Nutzung von Altholz als Energieträger im Biomasse-Heizkraftwerk unterstützt werden. „Die Politik fordert mehr erneuerbare Energien und mehr Energieeffizienz. Wir zeigen hier in Bergkamen, dass beides in einem Zug möglich ist.“ Kennzeichnend für die Energieerzeugung aus biogenen Brennstoffen sei ihre weitgehende CO2-Neutralität. Bei der Verbrennung entstehe nicht mehr Kohlendioxid, als die Pflanzen während Ihres Wachstums umgewandelt haben. „Wir erzeugen hier in Bergkamen ´grüne` Fernwärme und fördern so ganz dezentral den Klimaschutz“, unterstreicht Mantz.

Die GSW sehen sich durch die Anbindung des Fernwärmenetzes an das Biomasse-Heizkraftwerk beim regionalen Klimaschutz ebenfalls gut aufgestellt. So äußert sich GSW-Geschäftsführer Robert Stams: „Der Schutz unserer Umwelt ist uns wichtig. Mit der Verwendung moderner Technik und schonender Energieträger leisten wir unseren Beitrag zu einem nachhaltigen Umweltschutz und übernehmen Verantwortung vor Ort.“
Bisher hatten die GSW ihre Wärme zum großen Teil aus dem nahegelegenen Kohlekraftwerk in Bergkamen-Heil bezogen. Nun erfolgt der Bezug aus dem Biomasse-Heizkraftwerk an der Ernst-Schering-Straße. Der GSW-Geschäftsführer hebt den positiven Effekt hervor: „Ein kohlendioxidneutraler Energiebezug spart jährlich viele Tonnen CO2-Emissionen ein und führt zu einer Verbesserung unserer Emissionsbilanz.“

Rund eine Million Euro haben die GSW insgesamt investiert. Im August 2014 begannen die Arbeiten, das GSW-eigene Stützheizwerk an der Erich-Ollenhauer-Straße an das dahinterliegende Biomasse-Heizkraftwerk anzubinden. Eine neue Transportleitung mit einer Gesamtlänge von über einem Kilometer wurde verlegt und an das fast 60 Kilometer lange Bergkamener Rohrleitungsnetz angeschlossen. Bereits im Februar 2015 erfolgte die offizielle Inbetriebnahme. Seitdem versorgen die GSW schätzungsweise 5.000 Menschen in Bergkamen mit der „grünen Wärme“ aus dem Biomasse-Heizkraftwerk. Bei einem Ausfall oder einer Revision des Biomasse-Heizkraftwerks stellen die GSW die benötigte Wärme durch Wärmeerzeugungsanlagen in dem GSW-eigenen Stützheizwerk bereit.

Die Vorzüge der Fernwärme werden oftmals unterschätzt. Kunden, die sich für die Nutzung von Fernwärme entscheiden, profitieren davon, indem sie keine Heizungsanlage anschaffen müssen und somit sowohl den Platz als auch die Wartungskosten für die Anlage einsparen. Auch die Kosten für die Überprüfung des Kamins durch einen Schornsteinfeger entfallen.