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Neue Welle von Telefonbetrug

Anrufer belästigen Bürger

Die GSW erhielten im Laufe dieser Woche wieder vermehrt Hinweise aus der Bevölkerung über unerlaubte Anrufe von unbekannten Energieanbietern. Mittlerweile haben die Mitarbeiter der GSW über die Vorgehensweise der Anrufer schon die unterschiedlichsten Geschichten gehört. Von „Ich bin von den Stadtwerken, wir stellen die Tarife um.“ über „Die Stadtwerke erhöhen die Preise, haben Sie das noch nicht gehört?“ bis hin zu „Ihr Zähler ist anscheinend defekt, wir müssen den Stand und die Nummer vergleichen.“ ist alles dabei.
Was nützen den Betrügern eigentlich die auf diese Weise abgefragten Daten? Manch einer mag sich denken: „Was können die schon mit meinem Zählerstand anfangen?“ Sehr viel, denn mit dem Zählerstand beispielsweise kann die unbekannte Firma nichts ahnende Menschen als seine eigenen neuen Kunden ausgeben. Danach kann es also tatsächlich einen unfreiwilligen Lieferantenwechsel vollziehen. Ist dies geschehen, können die GSW erst einmal nichts ausrichten. Die Kunden haben dann den Ärger, alles selbst rückgängig machen zu müssen. Wenn Sie es denn rechtzeitig mitbekommen haben, denn ansonsten gelten die rechtlichen Bestimmungen zum Vertragsrücktritt. Möchte jemand gegen die Anrufer vorgehen, ist er als Geschädigter auch persönlich gefordert und muss den Kontakt zur Bundesnetzagentur suchen. Die Telefonnummer lautet 0291 9955-206. Auch über eine E-Mail an rufnummernmissbrauch@bnetza.de erhält man die Informationen zur weiteren Vorgehensweise.
Insgesamt ist es sehr schwierig, die unlauteren Konkurrenten zu belangen. Sie verschleiern ihre Identität, verstecken sich hinter beauftragten Call-Centern. Dennoch versuchen die GSW und viele andere Stadtwerke, alle Rechtsmittel auszuschöpfen, stellen Strafanzeigen oder mahnen erkannte Unternehmen ab. Teilweise mit Erfolg und hohen Strafen für die unlauteren Wettbewerber.