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GSW suchen nach Undichtigkeiten im Bergkamener Fernwärmenetz

11.07.2017

Fernwärmewasser wird eingefärbt

Ab Dienstag, den 08. August, beginnt die GSW Gemeinschaftsstadtwerke GmbH Kamen-Bönen-Bergkamen mit der Suche nach undichten Stellen im Bergkamener Fernwärmenetz. Zu diesem Zweck wird das Wasser in den Fernwärmeleitungen gelb-grün eingefärbt. Durch kleine unentdeckte „Lecks“ treten über ein gesamtes Jahr gesehen Wasserverluste auf, die es einzudämmen gilt. Alle Kunden werden über eine Hauswurfsendung informiert.

Was ist Fernheizwasser?

Durch Pumpenanlagen im GSW-Stützheizwerk an der Erich-Ollenhauer-Str. in Bergkamen wird aufgeheiztes Wasser durch ein System aus Stahlrohren, dem sogenannten Fernwärmenetz, den angeschlossenen Kunden zur Verfügung gestellt. Bevor aus „normalem“ Wasser „Fernheizwasser“ wird, befreien es die GSW von allen Fremdstoffen. Das Wasser wird enthärtet und durch eine Umkehrosmoseanlage nahezu entsalzt, und auf einen pH-Wert von 9,5 alkalisch eingestellt, eventuell vorhandener Restsauerstoff wird gebunden. Das geschieht um die Stahlrohre vor innerer Korrosion zu schützen.

Was soll durch das Einfärben des Fernheizwassers erreicht werden?

Mit Hilfe der fluoreszierenden Einfärbung sollen undichte Stellen in den Kellerleitungen und innerhalb der Hausinstallationen lokalisiert werden.

Sollte sich ein Leck in der Fernwärmeleitung innerhalb des Warmwasserspeichers befinden, gelangt das eingefärbte Fernheizwasser in das Trinkwarmwasser des Speichers, welches sich dann ebenfalls verfärbt. Beim Duschen oder Händewaschen wird ein Defekt des Warmwasserspeichers sichtbar.

Welchen Farbstoff setzen die GSW ein?

Das von den GSW eingesetzte Färbemittel mit dem Handelsnahmen „Uranin“ ist ein stark wasserlösliches Natriumsalz. Nur knapp 4 kg Uranin reichen aus um die rund 850.000 Liter Fernheizwasser der GSW im Bergkamener Netz einzufärben.

Ist der Farbstoff gefährlich?

Uranin ist gesundheitlich völlig unbedenklich. Das von den GSW ausgewählte Verfahren für die anstehende Leckageortung basiert auf den Empfehlungen des einschlägigen technischen Regelwerkes und wird auch von anderen Fernwärmeversorgern eingesetzt. Obendrein ist der Einsatz von Uranin mit der zuständigen Unteren Wasserbehörde als auch dem Kreisgesundheitsamt in Unna abgestimmt.

Wie melden Kunden Undichtigkeiten bei den GSW?

Sollte Kunden eine Undichtigkeit durch Wasserverfärbungen beim Zapfen von Warmwasser in Küche oder Bad auffallen, wenden sie sich bitte an den Störungsdienst der GSW unter der Telefonnummer: 02307 978-444.

Wie erfolgt die Störungsbeseitigung?

Tritt eine Undichtigkeit an Netzleitungen der GSW in Kellerräumen auf, werden die GSW eine sofortige Instandsetzung veranlassen.

Bei undichten Trinkwasserspeichern oder Hausinstallationsleitungen stehen die GSW den betroffenen Hauseigentümern beratend zur Seite. Undichte Trinkwasserspeicher, in denen Fernheizwasser in das Trinkwarmwasser eindringt, sind vom jeweiligen Eigentümer aus hygienischen Gründen schnellstmöglich instand zu setzen.