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Auf jeden Fall vorzeigen: Den Energieausweis

Seit 1. Juli 2008 braucht man ihn, wenn man Gebäude verkaufen oder neu vermieten will: Der Energieausweis, der zunächst für Wohngebäude bis Baujahr 1965 verpflich­tend war, ist seit 1. Januar 2009 auch für alle weiteren Gebäude Vorschrift. Käufer und Mieter erhalten auf diese Weise vergleichbare Informationen zur energe­tischen Bewertung eines Gebäudes und profitieren so von mehr Transparenz auf dem Immo­bilienmarkt. Gleichzeitig wird der Druck auf Anbieter unwirtschaftlicher Gebäude erhöht.

Mit dem Ziel, bis 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen, hat die Bundesregierung einmal mehr Änderungen zum Energiesparen auf den Weg gebracht – am 1. Mai 2014 ist die Novellierung der Energieeinsparverordnung (EnEV) in Kraft getreten: Neubauten müssen mit weniger Energie zurechtkommen, und alte Heizungen müssen ausgetauscht werden. Doch nicht nur das: Wer seit Mai in kom­merziellen Anzeigen Immobilien inseriert, muss die geforderten Energie­kenn­werte angeben. Eigentümer, die Immobilien verkaufen oder vermieten, sind ver­pflich­tet, dem Käufer bzw. neuen Mieter den Energieausweis auszuhändigen, bzw. ihn bereits bei der Besichtigung unaufgefordert vorzulegen. Wer keinen Energieausweis vorlegen kann, dem droht ein Bußgeld von bis zu 15.000 Euro.

Unterschieden werden zwei unterschiedliche Energieausweise: der bedarfsorientierte Energieausweis und der verbrauchsorientierte Energieausweis. Beide sind zehn Jahre gültig.

  • Der bedarfsorientierte Energieausweis ist Pflicht für Häuser mit bis zu vier Wohn­ein­heiten, die vor 1978 erbaut wurden und zwischenzeitlich nicht energetisch saniert wurden. Er kann grundsächlich aber für alle Gebäude ausgestellt werden. Der Be­darfs­ausweis basiert auf einem technischen Gutachten, das bauliche Aspekte wie Heizungsanlage, Qualität der Fenster oder Dämmung beurteilt, und kann zwischen 150 und 1000 Euro kosten.
  • Der verbrauchsorientierte Energieaus­weis kann nur ausgestellt werden, wenn das Gebäude 
    • nach 1977 errichtet wurde,
    • mehr als vier Wohneinheiten besitzt und
    • nach­weis­lich durch Sanierung mindestens auf den Stand der 1. Wärmeschutzverordnung gebracht wurde.

Der Verbrauchsausweis berücksichtigt die tatsächlichen Ver­brauchs­daten der vergangenen drei Jahre und kann zwischen 30 und 100 Euro kosten.

Wenn Sie weitere Fragen zum Energieausweis haben, kontaktieren Sie uns.