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Fragen zur Abrechnung

Jährlich Anfang Februar versenden die GSW die Abrechnungen für die Energie- und Wasserlieferung des Vorjahres. Oft gibt die Jahresrechnung Anlass, sich mit den GSW in Verbindung zu setzen. Manche Frage kann dann im persönlichen Gespräch oder telefonisch beantwortet werden. Aber auch die neue Internetseite der GSW bietet neben vielen nützlichen Informationen ein sicheres und benutzerorientiertes Online-Kundencenter, um Vertrags- oder Abschlagsänderungen bequem zu erledigen. Nachfolgend werden einige Fragen erläutert, die im Rahmen der Jahresendabrechnung häufig gestellt werden.

FAQ

Wieviele Abrechnungen werden jährlich versendet?

Bereits Ende Dezember werden etwa 85.000 Zählerstände bearbeitet. Daraus erstellen die Mitarbeiter etwa 85.000 Abrechnungen. Um diese Vielzahl von Berechnungen bewältigen zu können, werden zusätzliche Ressourcen benötigt und zusätzliche Mitarbeiter, auch aus anderen Bereichen, kurzfristig für diese Sonderaufgabe zusammengezogen.

Wann befindet sich die Abrechnung im Briefkasten?

Die Kunden erhalten die Abrechnung nicht gleichzeitig. Das ist aufgrund der Masse logistisch nicht realisierbar. Der Versand der Abrechnungen erfolgt daher portionsweise. Täglich gehen etwa 5.000 bis 7.000 Abrechnungen an die jeweiligen Empfänger. Die Zustellung der ersten Rechnungen erfolgt generell Anfang Februar und wird voraussichtlich bis Mitte Februar abgeschlossen sein. Im Anschluss an den Versand besteht ein erhöhter Beratungsbedarf. Um diesem zu begegnen, werden ein Call-Center eingerichtet und die Öffnungszeiten der Kundencenter in Kamen, Bergkamen und Bönen erweitert. Trotz dieser Maßnahmen kann jedoch leider nicht ausgeschlossen werden, dass es bei der erhöhten Anzahl von Kontaktaufnahmen vereinzelt zu Wartezeiten kommen kann.

Wie ist die Tendenz bei Nachzahlungen oder Rückerstattungen?

In den vergangenen Jahren gab es keine Wetterextreme wie sehr kalte Winter oder heiße Sommer. Das bedeutet, dass in den Winter- und Sommermonaten der letzten Abrechnungszeiträume weniger Energie verbraucht wurde. Somit konnten in letzter Zeit, für einen Großteil der Kunden unangenehme Nachzahlungen ausgeschlossen werden.

Wie verändern sich Abschlagsbeträge?

Bei einem tendenziell sinkenden Energieverbrauch werden Abschlagsbeträge ebenfalls gesenkt, weil die Verbrauchsprognose für das darauffolgende Jahr ebenfalls sinkt. Abschlagsbeträge werden demnach erhöht, wenn die Verbräuche und damit auch die Prognose steigen.

Wie wird ein neuer Abschlag konkret berechnet?

Alle Kunden der Stadtwerke zahlen elf monatliche Abschläge. Auf Grundlage der Verbrauchsprognose für das kommende Jahr wird anhand der derzeitig gültigen Preise der Betrag der zu erwartenden Rechnung ermittelt. Der Gesamtbetrag wird durch die Anzahl der monatlichen Abschlagszahlungen geteilt und somit der Betrag für die Abschlagszahlungen ermittelt. Normalerweise ist der erste Abschlag im März fällig. Die konkreten Fälligkeitstermine der Abschlagszahlungen werden den Kunden mit der Jahresendabrechnung mitgeteilt.

Wie kann man den eigenen Energieverbrauch bewerten?

Auf der Jahresendabrechnung finden unsere Kunden eine Tabelle, die je nach Haushaltsgröße kleine, mittlere und hohe Verbräuche definiert. So erkennt man auf einen Blick, in welchem Bereich sich der eigene Verbrauch befindet. Bei einem hohen Energieverbrauch können sich unsere Kunden gerne an uns wenden. Unser Energieberater berät kostenlos und entdeckt vorhandene Sparpotentiale im Haushalt.

Welche Funktionen bietet das Online-Kundencenter?

Grundsätzlich kann auf der Internetseite alles erledigt werden, was auch am Telefon möglich ist: Abschläge können geändert, Lastschriftaufträge erteilt oder Sonderabkommen abgeschlossen werden. Alles ohne Wartezeiten, ganz bequem vom Sofa aus. Bei der Modernisierung der Internetseite wurde auch berücksichtigt, dass mobile Geräte zum "Surfen" benutzt werden. Also reagiert die Seite auf die zugreifenden Geräte und passt sich entsprechend an.

Das Heizjahr 2016

Grundsätzlich war der Heizbedarf in 2016 gegenüber 2015 nicht signifikant höher,
aber die beiden saisonalen Schwerpunkte haben sich verändert:
Während es in 2015 ab Februar stetig wärmer wurde, erkennen wir in 2016 eine bis in den April
andauernde Heizperiode.
2015 war es ab Ende August eher „kühl“, es gab aber noch keinen ausgeprägten Heizbedarf.
Der September 2016 war ein außergewöhnlich warmer Monat, dafür stieg der Heizenergiebedarf
im Oktober 2016 sprunghaft an und lag für den Rest des Jahres deutlich über dem 2015er Niveau.
Wir sehen also einerseits eine deutliche Verschiebung und andererseits auch eine Verlängerung
der Heizperioden von 2016 zu 2015. Dies kann in Summe zu einer individuellen
Steigerung des Energieverbrauchs geführt haben.

Änderung der Gas-Zustandszahlen der Netzgebiete Kamen/Bergkamen

Änderung der Gas-Zustandszahlen der Netzgebiete Kamen/Bergkamen
Die Gaszustandszahl „z“ ist ein Korrekturfaktor, der für die thermische Gasabrechnung benötigt wird. Sie bringt die geodätische Höhe, den atmosphärischen Luftdruck, den effektiven Messdruck des Gases und die Gastemperatur auf normierte Werte. Bislang galt im gesamten Versorgungsnetz der GSW eine einheitliche Zustandszahl. Im Jahr 2015 haben die GSW festgestellt, dass die bisherige Zustandszahl für die Gasnetze Kamen und Bergkamen nicht mehr aktuell ist. Der Grund hierfür ist, dass durch verschiedene Neuanschlüsse im bestehenden Netz und Neubaugebiete der sogenannte „Versorgungsschwerpunkt“ neu bestimmt werden musste. In diesem aufwändigen Verfahren haben die GSW als verantwortlicher Verteilnetzbetreiber zunächst das gesamte Versorgungsnetz hinsichtlich geodätischer Höhe und tatsächlich vorhandener Ausspeisepunkte (= Netzanschlüsse) durch ein neutrales Fachunternehmen bestimmen lassen. Nachdem die geodätische Höhe des Versorgungsschwerpunktes ermittelt war, wurden die Berechnungsergebnisse dem Landesbetrieb für Mess- und Eichwesen (LBME) vorgelegt.
Für die Teilnetze Kamen-Mitte (mittlere Höhe 65m ü. NN), Kamen-Heeren (68m ü. NN) und Kamen-Methler (66m ü. NN) ergibt sich zur Berechnung ein mittlerer Luftdruck (Pamb) von 1.008 mbar, für das Teilnetz Bergkamen (mittlere Höhe 60m ü. NN) ergibt sich ein mittlerer Luftdruck von 1009 mbar.
Die Veränderung der Gaszustandszahl hat also auf der Grundlage von neutralen Berechnungen und in Abstimmung mit dem Eichamt stattgefunden und dient einer korrekten Abrechnung der Gasverbräuche sowie dem Verbraucherschutz.