
Wasser - Das Lebenselixier
Alles Leben kommt aus Wasser. Ohne Wasser ist kein Leben möglich. Im Altertum fand diese Erkenntnis ihren Ausdruck in der Mystifikation dieses Elements. Zahllose Wassergötter wurden in fast allen Kulturen verehrt. Um Quellen des Wassers zu beherrschen, haben die Menschen Kriege geführt, sind ganze Völkerschaften auf Wander- und Eroberungszüge gegangen. Dies zeigt, wie wichtig das Wasser für den Menschen ist. Noch immer herrscht in vielen Ländern der Welt Wassermangel. Auch wenn in Deutschland Wasser ausreichend verfügbar ist, sind alle Verwender zum sorgsamen Umgang mit Wasser aufgerufen. Denn jede Wasserentnahme beeinflusst den Wasserkreislauf und den Naturhaushalt.
Wasserversorgung und Wasservorräte
Mit steigenden Bevölkerungszahlen und wachsender Industrialisierung wurde hygienisch einwandfreies Quell-u. Grundwasser ständig knapper und damit wertvoller. Besonders in Ballungsgebieten geht der Vorrat an Wasser, das nur wenig behandelt werden muss, um als Trinkwasser in Frage zu kommen, allmählich zurück. So stammen beispielsweise 72% des gesamten Trinkwassers in Deutschland aus dem Grundwasser, 21% aus Flüssen und Bächen und 7% aus Stauseen und Talsperren.
Gerade das Oberflächenwasser, das für den menschlichen Genuss aufgearbeitet werden muss, bedarf einer ganzen Reihe von physikalischen und chemischen Reinigungsprozessen.
Wasser ist zwar die Grundlage allen Lebens, dennoch geht heute fast jeder von uns mit diesem Grundelement sehr nachlässig um. Wasser wird in den hiesigen Breiten als selbstverständlich angesehen. Man muss nur den Wasserhahn aufdrehen, und schon steht es uns anscheinend unbegrenzt zur Verfügung.
Weltweit sind nur 0,3% Wasser als Trinkwasser nutzbar
Auf dem blauen Planeten gibt es mehr Wasser als Land. 71% der Oberfläche werden durch Meere bedeckt, 29% sind Landflächen. Seit Urzeiten zirkulieren in einem ewigen Kreislauf rund 1,38 Milliarden m3 Wasser. Das entspricht fast dem 28 millionenfachen Inhalt des Bodensees. Davon sind 1,34 Milliarden m3 Meerwasser, welche im Regelfall nicht nutzbar sind. Lediglich 36 Millionen m3 sind Süßwasser, das größtenteils im ewigen Eis und in Gletschern gespeichert ist. Von diesen 36 Millionen m3 Süßwasser sind knapp 4 Millionen m3 als Trinkwasser verfügbar. Das heißt: nur etwa 0,3% des globalen Wasservorkommens sind als Trinkwasser nutzbar.
Die Weltwassermenge: 1,36 Milliarden km3
Trinkwasser: 4 Millionen km3

Aufwendig und kostspielig - die Wasseraufbereitung
Jeder von uns verbraucht heute rund achtmal mehr Wasser als unsere Vorfahren. Mit täglich ca. 140 Litern Wasser pro Person tragen wir alle zu einer wahren Abwasserflut bei. Früher floss der Schmutz einfach in Bäche und Flüsse. Aber je mehr Abwässer anfielen, desto weniger schafften es die Gewässer, sich mit Hilfe der Natur selbst wieder zu regenerieren. Abwässer müssen vor der Einleitung in Bäche und Flüsse aufwendig gereinigt werden. Verantwortungsvolle Umweltpolitik bedeutet Gewässerschutz und Verbesserung der Wasserqualität unserer Flüsse und Bäche. Doch auch das hat seinen Preis.
Die hierzu notwendigen Maßnahmen haben zu steigenden Belastungen der Bürger durch höhere Wasser-und Abwassergebühren geführt. Es verwundert daher nicht, das einer der Hauptfaktoren in Betriebskostenrechnungen von Betrieben, von öffentlichen Verwaltungen, von Bädern und Hotels die Ausgaben für Wasser und Energie sind. Jeder von uns ist zum verantwortlichen Umgang mit Wasser aufgefordert. Die biologische Reinigung des Abwassers in Kläranlagen ist längst Stand der Technik. Dennoch bleibt eine Reihe von Problemen, die mit der herkömmlichen Kläranlagen-Technik nicht gelöst werden können.
Gesetze und Verordnungen
Trinkwasser als unersetzliches Lebensgut und Ausgangspunkt für viele andere Lebensmittel muss höchsten hygienischen Anforderungen genügen. Nicht ohne Grund stellt auch der Gesetzgeber klare Anforderungen an jeden Bürger, der mit Wasser in Berührung kommt. Nach § 1a des Gesetzes zur Ordnung des Wasserhaushaltes (Wasserhaushaltsgesetz –WHG-) ist jedermann verpflichtet, bei Maßnahmen, mit denen Einwirkungen auf die Gewässer verbunden sein können, die nach den Umständen erforderliche Sorgfalt anzuwenden, um eine Verunreinigung des Wassers oder eine sonstige nachhaltige Veränderung seiner Eigenschaften zu verhüten und um eine mit Rücksicht auf den Wasserhaushalt gebotene sparsame Verwendung des Wassers zu erzielen.
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Wartungsarbeiten vom 16.04 bis 18.04.

